Wie ich selbstbewusst wurde

Von Paula Charlotte (@chybris)

Heute möchte ich über ein Thema schreiben zu dem ich schon öfter auf Instagram Fragen gestellt bekommen habe. Wie bin ich so selbstbewusst geworden?
Das ist ein etwas komplexeres Thema weshalb ich dies mal hier auf den Blog geschoben habe. 

Fangen wir ganz am Anfang meines Weges an, 
Ich war nie ein selbstbewusstes Wesen, ich wurde lange Zeit in der Schule gemobbt. Was nicht gerade mein Selbstbewusstsein gestärkt hat. Ich war immer sehr unsicher in meinem sein, ich hinterfragte immer alles. Nur bei einem war ich mir sicher, Musik. Ich habe mit 12 eine Obsession mit Nirvana gehabt und diese immer noch in kleineren Maßen. Ich habe alles an Wissen angesammelt und wusste über jede Kleinigkeit und jedes B-Tape bescheid. Das war meine Welt, mich mit interessanten Musikern beschäftigen. Ich himmelte vor dem Fernsehr Musikjournalisten wie Markus Kavka von MTV & Dennis Drögemüller von VISIONS an. Denn da wollte ich auch mal hin. Schon mit 13 wusste ich, ich möchte später irgendwas mit Musik arbeiten. Nicht machen, denn ich beherrsche bis heute kein Instrument erwähnenswert. Ich wollte hinter die Kulissen, über die Akteure berichten. 

ich liebte Musik über alles

 Ich verfolgte diesen Traum immer und es gab mir Stärke, denn das Wissen in dem Bereich war mein Trumpf. Ich wollte unbedingt in der Branche arbeiten, denn ich liebte Musik über alles. Und deshalb war es mir auch egal was andere von meinen Bandshirts und bunten Haaren hielten, denn das war in meiner Blase alles etwas was ich gut fand und wohinter ich stand. 

Aus diesem Grund machte es mir auch nichts auf dem Dorf meine Pubertät zu verbringen mit Emo, Punk und Grunge Phase. Denn ich fühlte mich in meinen Bandshirts mit meine Kopfhörern sicher und wohl. Da war es mir wirklich egal was andere sagten. Mir war es egal, was andere darüber sagten, denn ich fühlte mich damit wohler und mehr wie ich. 

Je älter ich wurde desto mehr optimierte ich mein Erscheinungsbild so, dass ich mir gefiel. Verschiedene Haarfarben, Tattoos und verschiedene Kleidungsstile. Ich machte das alles für mich, nie für andere. Doch ich war nie selbstbewusst, ich war immer verängstigt durch die Meinung anderer. Nicht zu optischen Dingen, sondern allem anderen. Ob mich jemand mag oder wieso nicht. Ich hatte immer das Gefühl alle würden immer über mich lästern, was in den seltensten Fällen zu traf. (Ich habe nachgefragt, später)

 

Meine absoluter Traumjob

Im Hinterkopf war immer der Gedanke Musikjournalistin zu werden, mein Antrieb. Denn darin war ich gut – im Schreiben und Wissen über Musiker & ihre Musik. Nach dem Abi ging ich direkt zu einer Tageszeitung um journalistische Fähigkeiten zu lernen. In einer Kleinstadt nicht gerade spannend aber ich wollte das Wissen & die Erfahrung haben. Also zog ich es durch. Danach arbeitete ich im Einzelhandel um mein Studium im folgenden Jahr bezahlen zu können, zur selben Zeit bewarb ich mich auf ein Praktikum bei VISIONS. Meinem absoluten Traumjob. 

Ich bekam den Praktikumsplatz, der mein ganzes Leben änderte. Ich arbeitete in einer fremden neuen Stadt in dem Büro, in dem ich sitzen wollte seit dem ich 13 war. Psychisch ging es mir zu der Zeit durch meine alte Beziehung ziemlich beschissen, aber das habe ich ja alles schon in meinen ersten Posts erzählt. Das Hintergrundwissen dazu gibt es hier

Wieder zurück startete ich mein neues Leben, ich war endlich mehr ich als je zuvor. Ich war eigenständig, Menschen mochten mich so wie ich bin und ich bekam einen ganzen Schub neues Selbstbewusstsein dazu. Danach kurbelte ich meine Schreiberei weiter an und schrieb von da an für Sludge Worm. Dort schreibe ich bis heute und wir arbeiten gerade an einer neuen Ausgabe. Das mit dem Studium lief mäßig aber durch die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gesammelt hatte wusste ich nun was ich kann und wo ich hin möchte. 

 

Ich beschäftigte mich mehr mit mir, meiner Psyche

und dem was ich Kann – Schreiben

Zur selben Zeit fing ich bei Instagram an offen über meine Erkrankungen zu schreiben und ich bekam ein Gefühl von absoluter Akzeptanz entgegengebracht, was mir half zu mir selber zu finden. Ich beschäftigte mich mehr mit mir, meiner Psyche und dem was ich Kann – Schreiben. Daraus entstand dann Anfang diesen Jahres diese Platform. Meinen Instagram Account führe ich immer noch mit dem Besten, was ich geben kann und entwickle mich immer weiter. 

Ich habe akzeptiert und gelernt, dass man nie auslernt. Man macht Erfahrungen, diese prägen einen und man lernt daraus & wird stärker. Das ist der eigentliche Grund aus dem mein Selbstbewusstsein stammt. Ich weiß heute wer ich bin, was meine Stärken und Schwächen sind und kommuniziere diese auch. Auch hier ist mal wieder offene Kommunikation das Schlüsselwort. Ein offener Umgang mit sich selbst und anderern hilft so sehr sich selber besser akzeptieren zu können. Und wenn man einmal mit sich selbst und seinen Taten klar kommt, kommt das Selbstbewusstsein von alleine. 

So easy ist es natürlich nicht, aber ich habe an mir selber festgestellt, dass ich innerhalb des letzten Jahres durch alle Hochs und Tiefs so viel über mich selber gelernt habe. Das hat zu meinem Selbstbewusstsein beigetragen und mich dahin gebracht wo ich nun bin. Ich mache eine Ausbildung in einem tollen Betrieb im (Musik-) Eventbereich, schreibe weiterhin für Sludge Worm, habe diese Platform, einen laufenden Instagram Kanal und einen Podcast auf die Beine gestellt. Zu sehen was man geschafft hat, pusht das Selbstbewusstsein schon sehr. Alleine während ich diese Zeilen schreibe merke ich wie viel ich in den Jahren geschafft habe und nicht aufgegeben habe. Auch wenn ich das oft wollte. 

Aber hier bin ich. Ich weiß wer ich bin & was ich kann. Ich kenne meinen Wert. 

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