Musik ist eine große Hilfe für mich // Dominique

Instagram hat seine Sonnen- und Schattenseiten. Es ist die perfekte Inspirationsquelle, kann aber auch Zweifel & Druck auf den Plan rufen. Doch einer der positiven Aspekte ist die Verbindung zu Menschen, die man nie im realen Leben sonst getroffen hätte. Eine dieser Personen ist Dominique – sie hat mir im folgenden Beitrag ein paar Fragen zum Thema Selbstliebe beantwortet.

Hej, kannst du dich kurz vorstellen? 
Hi! Ich heiße Dominique, bin 26 Jahre alt und komme ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. Ich wohne jetzt seit fast einem Jahr in Berlin. Ich habe ein Fotodesign Fernstudium abgeschlossen, aber arbeite momentan leider nicht in dem Bereich.

Was bedeutet Selbstliebe für dich?
Selbstliebe bedeutet für mich erst einmal, sich selbst so zu akzeptieren wie man ist, körperlich und charakterlich, und sich vor allem nicht zu verstellen. 

Außerdem bedeutet es für mich, auf seinen Körper und seine Psyche zu hören und nur das zu tun, was einem gut tut und was einen glücklich macht.

Was magst du am meisten an dir?
Das ist für mich tatsächlich eine schwierige Frage. Körperlich fällt mir da leider gar nicht so viel ein, weil ich mich in dem Bereich auf jeden Fall noch auf dem Weg zur Selbstakzeptanz bzw. Selbstliebe befinde. Ich denke ich mag meine Taille am liebsten an meinem Körper.

Charakterlich fällt mir das ganze schon leichter, aber auch das war nicht immer so. Ich mag, dass ich ein unglaublich emphatischer Mensch bin. Ich nehme Stimmungen sehr gut wahr und kann mich darum sehr gut auf Menschen und Situationen einstellen. 

Wie hat sich dein Bild, von dir selbst, in den letzten Jahren geändert?
Früher, so in der Zeit zwischen 16 und 19 wusste ich überhaupt nicht wirklich wer ich bin. Ich habe mich irgendwie verloren, ich wollte immer anders sein und habe mich selbst überhaupt nicht akzeptieren wollen. Ich habe mich sehr oft verstellt. Das ist jetzt komplett umgeschwenkt. Ich weiß ziemlich genau wer ich bin und ich stehe mir selbst positiv gegenüber. Ich habe auch zum Glück kein Problem mehr damit mich so zu verhalten wie ich wirklich bin, ich verstelle mich nicht mehr.

In Bezug auf meinen Körper kämpfe ich aber immer noch etwas mit mir. Allerdings gibt es deutlich mehr gute Tage, an denen ich mich rundum mag, als früher.

Früher stand ich meinem Körper noch deutlich kritischer gegenüber, was an negativen Kommentaren lag die ich sehr häufig bekam. Das hat natürlich bis heute seine Spuren hinterlassen, aber ich glaube ich befinde mich auf einem guten Weg.

Was würdest du deinem Teenager-Ich zu dem Thema gerne mit auf den Weg geben? 
Du bist gut so wie du bist. Wer dich nicht so akzeptieren und mögen kann wie du wirklich bist und wer dir nur negative Gedanken einredet, hat in deinem Leben nichts verloren. Schließe diese Personen lieber früher als später aus deinem Leben aus.

Wie viel Einfluss haben soziale Medien wie Instagram & Co. auf dein Selbstbild?
Social Media hat tatsächlich einen großen Einfluss auf mein Selbstbild, aber im Gegensatz zu der vorherrschenden Meinung ist es bei mir im positiven Sinne. Ich umgebe mich in sozialen Netzwerken mit Menschen, die mir gut tun, die mich motivieren und die mir vermitteln dass ich in Ordnung bin, wie ich bin. Ich glaube ehrlich gesagt nicht dass ich ohne Social Media so schnell zur Selbstakzeptanz gefunden hätte. Dabei geht es nicht darum, dass ich Komplimente bekomme, sondern einfach um Posts von Freunden, Bekannten oder auch mir völlig fremden Menschen die allgemein über das Thema schreiben oder in ihre Kunst einfließen lassen. Das hilft mir sehr. Ich versuche mittlerweile auch, das auf meinem eigenen Account (@dmnqn) immer mehr einfließen zu lassen, um eventuell auch anderen damit zu helfen.

Was hilft dir dabei, dich mehr zu akzeptieren und zu lieben?
Neben den eben angesprochenen Social Media Posts helfen mir meine Tattoos sehr. Ich fühle mich viel wohler in meiner Haut, seit ich Tattoos habe. Ich habe das Gefühl dass ich meine Persönlichkeit so teilweise direkt nach außen tragen kann und dadurch habe ich einfach mehr Selbstbewusstsein und ich komme schneller aus mir raus.

Außerdem hilft mir Musik. Musik hat eine große Bedeutung auf meinem Weg zur Selbstakzeptanz, denn ich habe zeitweise sogar mal aufgehört die Musik zu hören, die ich am meisten mag, weil ich dachte ich müsste mich verändern und an mein Umfeld anpassen. 

Musik zu hören in der ich mich verstanden fühle und die mir vermittelt dass ich mit meinen Problemen, Ängsten und Zweifeln nicht alleine bin, trägt auf jeden Fall einen großen Teil zu meiner Selbstakzeptanz bei. Und natürlich hilft es ungemein, sich mit positiven Menschen zu umgeben.

Vielen Dank an Dominique für diese tollen Worte! Wenn ihr mehr von ihr lesen & sehen wollt, schaut doch mal auf ihrem Instagram Account vorbei!
 
Alle Bilder in diesem Post stammen von Dominique.
 
 

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